Keenly Preesents

MATE STEINFORTH

 Mate Steinforth
   Creative Director & Founder FAUX IMAGE

 Mate Steinforth
   Creative Director & Founder FAUX IMAGE

 Mate Steinforth
   Creative Director & Founder FAUX IMAGE

 Mate Steinforth
   Creative Director & Founder FAUX IMAGE

 Mate Steinforth
   Creative Director & Founder FAUX IMAGE

 Berlin

 Berlin

 Berlin

 Berlin

 Berlin

   Mario Gorniok (Interview, Ton)
   Julia Cybulski (Kamera, Schnitt)

   Mila Haegele (Redaktion)

   Mario Gorniok (Interview, Ton)
   Julia Cybulski (Kamera, Schnitt)

   Mila Haegele (Redaktion)

   Mario Gorniok (Interview, Ton)
   Julia Cybulski (Kamera, Schnitt)

   Mila Haegele (Redaktion)

   Mario Gorniok (Interview, Ton)
   Julia Cybulski (Kamera, Schnitt)

   Mila Haegele (Redaktion)

   Mario Gorniok (Interview, Ton)
   Julia Cybulski (Kamera, Schnitt)

   Mila Haegele (Redaktion)

„Wir versuchen eigentlich immer Projekte zu machen, die uns selber gut gefallen.“

„Wir versuchen eigentlich immer Projekte zu machen, die uns selber gut gefallen.“

„Wir versuchen eigentlich immer Projekte zu machen, die uns selber gut gefallen.“

„Wir versuchen eigentlich
immer Projekte zu machen,
die uns selber gut gefallen.“

„Wir versuchen eigentlich immer Projekte zu machen, die
uns selber gut gefallen.“

Ich bin Mate Steinforth, ich bin Kreativdirektor bei Sehsucht in Berlin.

Ich bin Mate Steinforth, ich bin Kreativdirektor bei Sehsucht in Berlin.

Ich bin Mate Steinforth, ich bin Kreativdirektor bei Sehsucht in Berlin.

Ich bin Mate Steinforth, ich bin Kreativdirektor bei Sehsucht in Berlin.

Ich bin Mate Steinforth, ich bin Kreativdirektor bei Sehsucht in Berlin.

mate_steinforth-(0-02-04-18)

Da ich jetzt meine Tochter immer in den Kindergarten bringe, komme ich relativ früh hier an, dass ist gut, das gibt auch ein bisschen Zeit in Ruhe E-Mails zu beantworten bevor der Trubel losgeht. Und dann trudeln die ganzen Leute ein. Kreativdirektor heisst halt, dass ich mich um die Ausrichtung des Studios kümmere, das ist immer jemand der so die Vision vorgibt, auch wenn ich das Wort bescheuert finde. Jemand der immer sagt: “Ok, da müssen wir hinsegeln”. Das ist eigentlich so dein Job: dass du immer wiederholst in welche Richtung geht das; das ist die Richtung wo es hingeht – und das mache ich halt.
Wir versuchen eigentlich immer Projekte zu machen, die uns selber gut gefallen. Meine Messlate ist immer, wenn ich was beurteilen möchte von eigener Arbeit was ich persönlich mache oder was wir hier machen, wenn ich das sehen würde, beispielsweise in meinem Feed, würde ich dann raufklicken und sagen: “Ey! Geile scheisse!” oder würde ich sagen: “Keine Ahnung. Mir egal”? Und das muss eigentlich finde ich immer der Anspruch sein. Kein Mensch sieht, wie schwierig es war dahinzukommen. Kein Mensch sieht, wie viel Geld und wie viel Zeit du hattest. Das sieht keiner, das ist egal. Am Ende muss es sein: Kann es für sich selber stehen – ja oder nein.
Ich glaube nämlich, dass die technologische Fähigkeit, ansprechende Bilder zu generieren, immer weniger Distinktionsmerkmal sein wird und es immer einfach wird. Wenn ich jetzt vor zehn Jahren sagen konnte, ich kann jetzt etwas fotoreal rendern, dann war da ein Alleinstellungsmerkmal. Mittlerweile ist das total einfach. Wie gesagt, Cloud, ich brauch wahrscheinlich nicht mal mehr ein Programm runterladen, ich kann im Browser oder wo auch immer ein fotreales Bild von einem beliebigen Inhalt erschaffen. Und das bedeutet natürlich, immer wichtiger wird dieser Inhalt, was stelle ich denn eigentlich dar.
Aber eigentlich, wie ich uns wahrnehme ist eher als Gestaltungseinheit als Design Studio und es geht eben um diese Art Direction, um diese Perspektive als Gestalter. Wie gehe ich denn mit einem gewissen Problem um. Und das Medium ist in den meisten Fällen Animation. Aber wir machen auch Print Art Direction und wir machen auch interaktive Sachen. Das ist so der Nagel denke ich, worauf sich alle Sachen aufhängen, das es halt um eine starke Gestaltung geht. In allererster Linie um Design und dann nachgelagert erst um diese technische Umsetzung.

Dein erstes Erlebnis mit Animation?
Mein Werdegang ist ja so: Ich hab schon immer mit Computern Design gemacht im Prinzip.
Ich habe für meine Generation relativ früh – glaube ich – einen C64 damals bekommen. Und das erste was ich darauf gemacht habe, ist mit so Buchstaben den Bildschirm zu füllen – ASCII Art mäßig. Und das ist das, was mich auch vor Spielen, was ich natürlich auch gemacht habe, daran am meisten interessiert hat bei dieser Technik.
Und ich habe auch schon immer gezeichnet. Das war so mein Zugang und von vornerein aber eine Kombination – Gestaltung und Technologie, die mich jetzt immer noch am meisten interessiert. Und ich weiß noch, ich hatte damals ein Buch gekriegt – Computergrafiken hieß das – aus den 80ern, das hat mich total begeistert. Das war so eine der ersten Erinnerungen die ich hatte und eigentlich schon in der Grundschule hat mich das interessiert, was ich jetzt auch noch mache.

Was war dein erste Animation?
Als ich Teenager war, habe ich Computerspielgrafik gemacht und da musste man natürlich dann die ganzen Figuren animieren und Walkcycles machen, das war alles noch 2D à la “Mario”, also Jump ’n’ Run, und da habe ich dann angefangen zu animieren, so Bild für Bild, Pixel für Pixel.

Dein bisher stärkster Moment im Job?
Als ich bei Psyop war in New York, war eins meiner ersten Projekte dort ein Clip für MTV HD.
Natürlich ein grossartiges Team gehabt dort, jedenfalls wurde dieser Clip dann am Times Square auf so einem großen LED Anzeige gezeigt und dann bin ich natürlich extra hingeradelt, habe mir das angeguckt und das fand ich schon cool auf jeden Fall.

Woher nimmst du deine Inspiration?
Und zwar für mich ist das so: Die ganzen Eindrücke die du kriegst, die fallen so runter wie so kleine Würfel und wenn du halt überhaupt keine anderen Eindrücke hast, dann fallen die so durch. Und irgendwann passiert es dann: dann hast du einen Eindruck und noch einen und die klastern so zusammen. Das ist dann wie so eine Kugel. Und je mehr runterfällt durch dein Netz, je mehr klebt dann dran und so wird dein Interessengebiet immer größer und je größer das Klaster ist von deinen Eindrücken, desto einfach ist es natürlich von jedem neu hinzu gekommenen Eindruck, da sich ranzuklastern und eine Idee oder Inspiration zu bekommen.
Das ist meine Antwort darauf wie Inspiration funktioniert.

Berlin, Oktober 2015

Da ich jetzt meine Tochter immer in den Kindergarten bringe, komme ich relativ früh hier an, dass ist gut, das gibt auch ein bisschen Zeit in Ruhe E-Mails zu beantworten bevor der Trubel losgeht. Und dann trudeln die ganzen Leute ein. Kreativdirektor heisst halt, dass ich mich um die Ausrichtung des Studios kümmere, das ist immer jemand der so die Vision vorgibt, auch wenn ich das Wort bescheuert finde. Jemand der immer sagt: “Ok, da müssen wir hinsegeln”. Das ist eigentlich so dein Job: dass du immer wiederholst in welche Richtung geht das; das ist die Richtung wo es hingeht – und das mache ich halt.
Wir versuchen eigentlich immer Projekte zu machen, die uns selber gut gefallen. Meine Messlate ist immer, wenn ich was beurteilen möchte von eigener Arbeit was ich persönlich mache oder was wir hier machen, wenn ich das sehen würde, beispielsweise in meinem Feed, würde ich dann raufklicken und sagen: “Ey! Geile scheisse!” oder würde ich sagen: “Keine Ahnung. Mir egal”? Und das muss eigentlich finde ich immer der Anspruch sein. Kein Mensch sieht, wie schwierig es war dahinzukommen. Kein Mensch sieht, wie viel Geld und wie viel Zeit du hattest. Das sieht keiner, das ist egal. Am Ende muss es sein: Kann es für sich selber stehen – ja oder nein.
Ich glaube nämlich, dass die technologische Fähigkeit, ansprechende Bilder zu generieren, immer weniger Distinktionsmerkmal sein wird und es immer einfach wird. Wenn ich jetzt vor zehn Jahren sagen konnte, ich kann jetzt etwas fotoreal rendern, dann war da ein Alleinstellungsmerkmal. Mittlerweile ist das total einfach. Wie gesagt, Cloud, ich brauch wahrscheinlich nicht mal mehr ein Programm runterladen, ich kann im Browser oder wo auch immer ein fotreales Bild von einem beliebigen Inhalt erschaffen. Und das bedeutet natürlich, immer wichtiger wird dieser Inhalt, was stelle ich denn eigentlich dar.
Aber eigentlich, wie ich uns wahrnehme ist eher als Gestaltungseinheit als Design Studio und es geht eben um diese Art Direction, um diese Perspektive als Gestalter. Wie gehe ich denn mit einem gewissen Problem um. Und das Medium ist in den meisten Fällen Animation. Aber wir machen auch Print Art Direction und wir machen auch interaktive Sachen. Das ist so der Nagel denke ich, worauf sich alle Sachen aufhängen, das es halt um eine starke Gestaltung geht. In allererster Linie um Design und dann nachgelagert erst um diese technische Umsetzung.

Dein erstes Erlebnis mit Animation?
Mein Werdegang ist ja so: Ich hab schon immer mit Computern Design gemacht im Prinzip.
Ich habe für meine Generation relativ früh – glaube ich – einen C64 damals bekommen. Und das erste was ich darauf gemacht habe, ist mit so Buchstaben den Bildschirm zu füllen – ASCII Art mäßig. Und das ist das, was mich auch vor Spielen, was ich natürlich auch gemacht habe, daran am meisten interessiert hat bei dieser Technik.
Und ich habe auch schon immer gezeichnet. Das war so mein Zugang und von vornerein aber eine Kombination – Gestaltung und Technologie, die mich jetzt immer noch am meisten interessiert. Und ich weiß noch, ich hatte damals ein Buch gekriegt – Computergrafiken hieß das – aus den 80ern, das hat mich total begeistert. Das war so eine der ersten Erinnerungen die ich hatte und eigentlich schon in der Grundschule hat mich das interessiert, was ich jetzt auch noch mache.

Was war dein erste Animation?
Als ich Teenager war, habe ich Computerspielgrafik gemacht und da musste man natürlich dann die ganzen Figuren animieren und Walkcycles machen, das war alles noch 2D à la “Mario”, also Jump ’n’ Run, und da habe ich dann angefangen zu animieren, so Bild für Bild, Pixel für Pixel.

Dein bisher stärkster Moment im Job?
Als ich bei Psyop war in New York, war eins meiner ersten Projekte dort ein Clip für MTV HD.
Natürlich ein grossartiges Team gehabt dort, jedenfalls wurde dieser Clip dann am Times Square auf so einem großen LED Anzeige gezeigt und dann bin ich natürlich extra hingeradelt, habe mir das angeguckt und das fand ich schon cool auf jeden Fall.

Woher nimmst du deine Inspiration?
Und zwar für mich ist das so: Die ganzen Eindrücke die du kriegst, die fallen so runter wie so kleine Würfel und wenn du halt überhaupt keine anderen Eindrücke hast, dann fallen die so durch. Und irgendwann passiert es dann: dann hast du einen Eindruck und noch einen und die klastern so zusammen. Das ist dann wie so eine Kugel. Und je mehr runterfällt durch dein Netz, je mehr klebt dann dran und so wird dein Interessengebiet immer größer und je größer das Klaster ist von deinen Eindrücken, desto einfach ist es natürlich von jedem neu hinzu gekommenen Eindruck, da sich ranzuklastern und eine Idee oder Inspiration zu bekommen.
Das ist meine Antwort darauf wie Inspiration funktioniert.

Berlin, Oktober 2015

Da ich jetzt meine Tochter immer in den Kindergarten bringe, komme ich relativ früh hier an, dass ist gut, das gibt auch ein bisschen Zeit in Ruhe E-Mails zu beantworten bevor der Trubel losgeht. Und dann trudeln die ganzen Leute ein. Kreativdirektor heisst halt, dass ich mich um die Ausrichtung des Studios kümmere, das ist immer jemand der so die Vision vorgibt, auch wenn ich das Wort bescheuert finde. Jemand der immer sagt: “Ok, da müssen wir hinsegeln”. Das ist eigentlich so dein Job: dass du immer wiederholst in welche Richtung geht das; das ist die Richtung wo es hingeht – und das mache ich halt.
Wir versuchen eigentlich immer Projekte zu machen, die uns selber gut gefallen. Meine Messlate ist immer, wenn ich was beurteilen möchte von eigener Arbeit was ich persönlich mache oder was wir hier machen, wenn ich das sehen würde, beispielsweise in meinem Feed, würde ich dann raufklicken und sagen: “Ey! Geile scheisse!” oder würde ich sagen: “Keine Ahnung. Mir egal”? Und das muss eigentlich finde ich immer der Anspruch sein. Kein Mensch sieht, wie schwierig es war dahinzukommen. Kein Mensch sieht, wie viel Geld und wie viel Zeit du hattest. Das sieht keiner, das ist egal. Am Ende muss es sein: Kann es für sich selber stehen – ja oder nein.
Ich glaube nämlich, dass die technologische Fähigkeit, ansprechende Bilder zu generieren, immer weniger Distinktionsmerkmal sein wird und es immer einfach wird. Wenn ich jetzt vor zehn Jahren sagen konnte, ich kann jetzt etwas fotoreal rendern, dann war da ein Alleinstellungsmerkmal. Mittlerweile ist das total einfach. Wie gesagt, Cloud, ich brauch wahrscheinlich nicht mal mehr ein Programm runterladen, ich kann im Browser oder wo auch immer ein fotreales Bild von einem beliebigen Inhalt erschaffen. Und das bedeutet natürlich, immer wichtiger wird dieser Inhalt, was stelle ich denn eigentlich dar.
Aber eigentlich, wie ich uns wahrnehme ist eher als Gestaltungseinheit als Design Studio und es geht eben um diese Art Direction, um diese Perspektive als Gestalter. Wie gehe ich denn mit einem gewissen Problem um. Und das Medium ist in den meisten Fällen Animation. Aber wir machen auch Print Art Direction und wir machen auch interaktive Sachen. Das ist so der Nagel denke ich, worauf sich alle Sachen aufhängen, das es halt um eine starke Gestaltung geht. In allererster Linie um Design und dann nachgelagert erst um diese technische Umsetzung.

Dein erstes Erlebnis mit Animation?
Mein Werdegang ist ja so: Ich hab schon immer mit Computern Design gemacht im Prinzip.
Ich habe für meine Generation relativ früh – glaube ich – einen C64 damals bekommen. Und das erste was ich darauf gemacht habe, ist mit so Buchstaben den Bildschirm zu füllen – ASCII Art mäßig. Und das ist das, was mich auch vor Spielen, was ich natürlich auch gemacht habe, daran am meisten interessiert hat bei dieser Technik.
Und ich habe auch schon immer gezeichnet. Das war so mein Zugang und von vornerein aber eine Kombination – Gestaltung und Technologie, die mich jetzt immer noch am meisten interessiert. Und ich weiß noch, ich hatte damals ein Buch gekriegt – Computergrafiken hieß das – aus den 80ern, das hat mich total begeistert. Das war so eine der ersten Erinnerungen die ich hatte und eigentlich schon in der Grundschule hat mich das interessiert, was ich jetzt auch noch mache.

Was war dein erste Animation?
Als ich Teenager war, habe ich Computerspielgrafik gemacht und da musste man natürlich dann die ganzen Figuren animieren und Walkcycles machen, das war alles noch 2D à la “Mario”, also Jump ’n’ Run, und da habe ich dann angefangen zu animieren, so Bild für Bild, Pixel für Pixel.

Dein bisher stärkster Moment im Job?
Als ich bei Psyop war in New York, war eins meiner ersten Projekte dort ein Clip für MTV HD.
Natürlich ein grossartiges Team gehabt dort, jedenfalls wurde dieser Clip dann am Times Square auf so einem großen LED Anzeige gezeigt und dann bin ich natürlich extra hingeradelt, habe mir das angeguckt und das fand ich schon cool auf jeden Fall.

Woher nimmst du deine Inspiration?
Und zwar für mich ist das so: Die ganzen Eindrücke die du kriegst, die fallen so runter wie so kleine Würfel und wenn du halt überhaupt keine anderen Eindrücke hast, dann fallen die so durch. Und irgendwann passiert es dann: dann hast du einen Eindruck und noch einen und die klastern so zusammen. Das ist dann wie so eine Kugel. Und je mehr runterfällt durch dein Netz, je mehr klebt dann dran und so wird dein Interessengebiet immer größer und je größer das Klaster ist von deinen Eindrücken, desto einfach ist es natürlich von jedem neu hinzu gekommenen Eindruck, da sich ranzuklastern und eine Idee oder Inspiration zu bekommen.
Das ist meine Antwort darauf wie Inspiration funktioniert.

Berlin, Oktober 2015

Da ich jetzt meine Tochter immer in den Kindergarten bringe, komme ich relativ früh hier an, dass ist gut, das gibt auch ein bisschen Zeit in Ruhe E-Mails zu beantworten bevor der Trubel losgeht. Und dann trudeln die ganzen Leute ein. Kreativdirektor heisst halt, dass ich mich um die Ausrichtung des Studios kümmere, das ist immer jemand der so die Vision vorgibt, auch wenn ich das Wort bescheuert finde. Jemand der immer sagt: “Ok, da müssen wir hinsegeln”. Das ist eigentlich so dein Job: dass du immer wiederholst in welche Richtung geht das; das ist die Richtung wo es hingeht – und das mache ich halt.
Wir versuchen eigentlich immer Projekte zu machen, die uns selber gut gefallen. Meine Messlate ist immer, wenn ich was beurteilen möchte von eigener Arbeit was ich persönlich mache oder was wir hier machen, wenn ich das sehen würde, beispielsweise in meinem Feed, würde ich dann raufklicken und sagen: “Ey! Geile scheisse!” oder würde ich sagen: “Keine Ahnung. Mir egal”? Und das muss eigentlich finde ich immer der Anspruch sein. Kein Mensch sieht, wie schwierig es war dahinzukommen. Kein Mensch sieht, wie viel Geld und wie viel Zeit du hattest. Das sieht keiner, das ist egal. Am Ende muss es sein: Kann es für sich selber stehen – ja oder nein.
Ich glaube nämlich, dass die technologische Fähigkeit, ansprechende Bilder zu generieren, immer weniger Distinktionsmerkmal sein wird und es immer einfach wird. Wenn ich jetzt vor zehn Jahren sagen konnte, ich kann jetzt etwas fotoreal rendern, dann war da ein Alleinstellungsmerkmal. Mittlerweile ist das total einfach. Wie gesagt, Cloud, ich brauch wahrscheinlich nicht mal mehr ein Programm runterladen, ich kann im Browser oder wo auch immer ein fotreales Bild von einem beliebigen Inhalt erschaffen. Und das bedeutet natürlich, immer wichtiger wird dieser Inhalt, was stelle ich denn eigentlich dar.
Aber eigentlich, wie ich uns wahrnehme ist eher als Gestaltungseinheit als Design Studio und es geht eben um diese Art Direction, um diese Perspektive als Gestalter. Wie gehe ich denn mit einem gewissen Problem um. Und das Medium ist in den meisten Fällen Animation. Aber wir machen auch Print Art Direction und wir machen auch interaktive Sachen. Das ist so der Nagel denke ich, worauf sich alle Sachen aufhängen, das es halt um eine starke Gestaltung geht. In allererster Linie um Design und dann nachgelagert erst um diese technische Umsetzung.

Dein erstes Erlebnis mit Animation?
Mein Werdegang ist ja so: Ich hab schon immer mit Computern Design gemacht im Prinzip.
Ich habe für meine Generation relativ früh – glaube ich – einen C64 damals bekommen. Und das erste was ich darauf gemacht habe, ist mit so Buchstaben den Bildschirm zu füllen – ASCII Art mäßig. Und das ist das, was mich auch vor Spielen, was ich natürlich auch gemacht habe, daran am meisten interessiert hat bei dieser Technik.
Und ich habe auch schon immer gezeichnet. Das war so mein Zugang und von vornerein aber eine Kombination – Gestaltung und Technologie, die mich jetzt immer noch am meisten interessiert. Und ich weiß noch, ich hatte damals ein Buch gekriegt – Computergrafiken hieß das – aus den 80ern, das hat mich total begeistert. Das war so eine der ersten Erinnerungen die ich hatte und eigentlich schon in der Grundschule hat mich das interessiert, was ich jetzt auch noch mache.

Was war dein erste Animation?
Als ich Teenager war, habe ich Computerspielgrafik gemacht und da musste man natürlich dann die ganzen Figuren animieren und Walkcycles machen, das war alles noch 2D à la “Mario”, also Jump ’n’ Run, und da habe ich dann angefangen zu animieren, so Bild für Bild, Pixel für Pixel.

Dein bisher stärkster Moment im Job?
Als ich bei Psyop war in New York, war eins meiner ersten Projekte dort ein Clip für MTV HD.
Natürlich ein grossartiges Team gehabt dort, jedenfalls wurde dieser Clip dann am Times Square auf so einem großen LED Anzeige gezeigt und dann bin ich natürlich extra hingeradelt, habe mir das angeguckt und das fand ich schon cool auf jeden Fall.

Woher nimmst du deine Inspiration?
Und zwar für mich ist das so: Die ganzen Eindrücke die du kriegst, die fallen so runter wie so kleine Würfel und wenn du halt überhaupt keine anderen Eindrücke hast, dann fallen die so durch. Und irgendwann passiert es dann: dann hast du einen Eindruck und noch einen und die klastern so zusammen. Das ist dann wie so eine Kugel. Und je mehr runterfällt durch dein Netz, je mehr klebt dann dran und so wird dein Interessengebiet immer größer und je größer das Klaster ist von deinen Eindrücken, desto einfach ist es natürlich von jedem neu hinzu gekommenen Eindruck, da sich ranzuklastern und eine Idee oder Inspiration zu bekommen.
Das ist meine Antwort darauf wie Inspiration funktioniert.

Berlin, Oktober 2015

Da ich jetzt meine Tochter immer in den Kindergarten bringe, komme ich relativ früh hier an, dass ist gut, das gibt auch ein bisschen Zeit in Ruhe E-Mails zu beantworten bevor der Trubel losgeht. Und dann trudeln die ganzen Leute ein. Kreativdirektor heisst halt, dass ich mich um die Ausrichtung des Studios kümmere, das ist immer jemand der so die Vision vorgibt, auch wenn ich das Wort bescheuert finde. Jemand der immer sagt: “Ok, da müssen wir hinsegeln”. Das ist eigentlich so dein Job: dass du immer wiederholst in welche Richtung geht das; das ist die Richtung wo es hingeht – und das mache ich halt.
Wir versuchen eigentlich immer Projekte zu machen, die uns selber gut gefallen. Meine Messlate ist immer, wenn ich was beurteilen möchte von eigener Arbeit was ich persönlich mache oder was wir hier machen, wenn ich das sehen würde, beispielsweise in meinem Feed, würde ich dann raufklicken und sagen: “Ey! Geile scheisse!” oder würde ich sagen: “Keine Ahnung. Mir egal”? Und das muss eigentlich finde ich immer der Anspruch sein. Kein Mensch sieht, wie schwierig es war dahinzukommen. Kein Mensch sieht, wie viel Geld und wie viel Zeit du hattest. Das sieht keiner, das ist egal. Am Ende muss es sein: Kann es für sich selber stehen – ja oder nein.
Ich glaube nämlich, dass die technologische Fähigkeit, ansprechende Bilder zu generieren, immer weniger Distinktionsmerkmal sein wird und es immer einfach wird. Wenn ich jetzt vor zehn Jahren sagen konnte, ich kann jetzt etwas fotoreal rendern, dann war da ein Alleinstellungsmerkmal. Mittlerweile ist das total einfach. Wie gesagt, Cloud, ich brauch wahrscheinlich nicht mal mehr ein Programm runterladen, ich kann im Browser oder wo auch immer ein fotreales Bild von einem beliebigen Inhalt erschaffen. Und das bedeutet natürlich, immer wichtiger wird dieser Inhalt, was stelle ich denn eigentlich dar.
Aber eigentlich, wie ich uns wahrnehme ist eher als Gestaltungseinheit als Design Studio und es geht eben um diese Art Direction, um diese Perspektive als Gestalter. Wie gehe ich denn mit einem gewissen Problem um. Und das Medium ist in den meisten Fällen Animation. Aber wir machen auch Print Art Direction und wir machen auch interaktive Sachen. Das ist so der Nagel denke ich, worauf sich alle Sachen aufhängen, das es halt um eine starke Gestaltung geht. In allererster Linie um Design und dann nachgelagert erst um diese technische Umsetzung.

Dein erstes Erlebnis mit Animation?
Mein Werdegang ist ja so: Ich hab schon immer mit Computern Design gemacht im Prinzip.
Ich habe für meine Generation relativ früh – glaube ich – einen C64 damals bekommen. Und das erste was ich darauf gemacht habe, ist mit so Buchstaben den Bildschirm zu füllen – ASCII Art mäßig. Und das ist das, was mich auch vor Spielen, was ich natürlich auch gemacht habe, daran am meisten interessiert hat bei dieser Technik.
Und ich habe auch schon immer gezeichnet. Das war so mein Zugang und von vornerein aber eine Kombination – Gestaltung und Technologie, die mich jetzt immer noch am meisten interessiert. Und ich weiß noch, ich hatte damals ein Buch gekriegt – Computergrafiken hieß das – aus den 80ern, das hat mich total begeistert. Das war so eine der ersten Erinnerungen die ich hatte und eigentlich schon in der Grundschule hat mich das interessiert, was ich jetzt auch noch mache.

Was war dein erste Animation?
Als ich Teenager war, habe ich Computerspielgrafik gemacht und da musste man natürlich dann die ganzen Figuren animieren und Walkcycles machen, das war alles noch 2D à la “Mario”, also Jump ’n’ Run, und da habe ich dann angefangen zu animieren, so Bild für Bild, Pixel für Pixel.

Dein bisher stärkster Moment im Job?
Als ich bei Psyop war in New York, war eins meiner ersten Projekte dort ein Clip für MTV HD.
Natürlich ein grossartiges Team gehabt dort, jedenfalls wurde dieser Clip dann am Times Square auf so einem großen LED Anzeige gezeigt und dann bin ich natürlich extra hingeradelt, habe mir das angeguckt und das fand ich schon cool auf jeden Fall.

Woher nimmst du deine Inspiration?
Und zwar für mich ist das so: Die ganzen Eindrücke die du kriegst, die fallen so runter wie so kleine Würfel und wenn du halt überhaupt keine anderen Eindrücke hast, dann fallen die so durch. Und irgendwann passiert es dann: dann hast du einen Eindruck und noch einen und die klastern so zusammen. Das ist dann wie so eine Kugel. Und je mehr runterfällt durch dein Netz, je mehr klebt dann dran und so wird dein Interessengebiet immer größer und je größer das Klaster ist von deinen Eindrücken, desto einfach ist es natürlich von jedem neu hinzu gekommenen Eindruck, da sich ranzuklastern und eine Idee oder Inspiration zu bekommen.
Das ist meine Antwort darauf wie Inspiration funktioniert.

Berlin, Oktober 2015

weitere Inspirationen

Holger JungnickelKameramann

Zoran BihacFilmemacher

Susi SieFilmemacherin

Fons HickmannGestalter & Autor

Sönke KirchhoffFilmemacher

Pia DjukicFilmemacherin

Eike KönigGestalter

Henriette RietzVisual Storytellerin & Designerin

Philipp KässbohrerFilmemacher

Bradley G. MunkowitzDesigner & Director

44FLAVOURSKünstler

Uwe FladeRegisseur

Prof. Sonja UmstätterFilmemacherin

Robert LöbelIllustrator & Animator

Conrad OstwaldAnimator & Compositor

Thorsten Konradfreier Director & Creative Director

Lars KrügerAnimator & Co-Founder Lumatic

Pauline KortmannDirectorin & Animatorin

Maria GiemzaIllustratorin

Mate SteinforthCreative Director

Mette Ilene HolmriisIllustratorin & Animatorin

Sofia BavasRegisseurin & Filmemacherin

Jens BlankDirector & Designer

Larissa HonsekKreativdirektorin

Prof. Christian MahlerProfessor für Motion Design

Andreas FischerKünstler

Erik SpiekermannGestalter

Chris SmallfieldVFX Supervisor & 3D Generalist

Ronny Schmidt3D Artist & Designer

Bastian WieneckeIllustrator & Designer

Sebastian von GumpertHead of Production

Mario Lucio ClementCreative Producer

Johannes FiglhuberConcept Designer

Chehad AbdallahDirector & Graphic Designer

Daniel Rath3D Generalist

TwoPointsDesigner

Christian BüningInformationsgestalter

Hassan HaiderArt Director & Designer

Florian SchommerIllustrator

Andreas HofstetterJunior Creative & Filmemacher

Vi-Dan TranRegisseur & Stuntman

Cris WiegandtStop-Motion Animatorin

Dominic RepenningDesigner & Regisseur

Kay TennemannAnimation Director & Designer

Dante ZaballaAnimator

Tammo F. BrunsDesigner & Geschäftsführer

FOREALDesigner

Tobias WüstefeldIllustrator & AnimatorTobias Wüstefeld

Sander van DijkDesigner & Animator

Susann Stötzner2D-Animatorin

JR CanestAnimator & Creative Director

Alexander GellnerZeichner & Filmemacher

René EckertFilmemacher & Fotograf

BrosmindIllustratoren & Künstler

Bazon BrockKünstler & Kulturkritiker

Mario GorniokArt Director, Motion Designer & Founder KEENLY

From FormDesigner & Filmmacher

(c) 2015–2018 Keenly GmbH