Keenly Preesents

STEFAN SAGMEISTER

 Stefan Sagmeister
   Designer

 Stefan Sagmeister
   Designer

 Stefan Sagmeister
   Designer

 Stefan Sagmeister
   Designer

 Philipp Kässbohrer
   Filmemacher

 New York

 New York

 New York

 New York

 Köln

   Mario Gorniok (Interview, Ton)
   Julia Cybulski (Kamera, Schnitt)

   Mila Haegele (Redaktion)

   Mario Gorniok (Interview, Ton)
   Julia Cybulski (Kamera, Schnitt)

   Mila Haegele (Redaktion)

   Mario Gorniok (Interview, Ton)
   Julia Cybulski (Kamera, Schnitt)

   Mila Haegele (Redaktion)

   Mario Gorniok (Interview, Ton)
   Julia Cybulski (Kamera, Schnitt)

   Mila Haegele (Redaktion)

   Mario Gorniok (Interview, Ton)
   Damaris Becker (Kamera, Schnitt)

   Mila Haegele (Redaktion)

„Ich hab in meinem Leben noch niemanden getroffen, der gute Arbeit macht und faul war. Gibt’s nicht. “

„Ich hab in meinem Leben noch niemanden getroffen, der gute Arbeit macht und faul war. Gibt’s nicht. “

„Ich hab in meinem Leben noch niemanden getroffen, der gute Arbeit macht und faul war. Gibt’s nicht. “

„Ich hab in meinem Leben noch niemanden getroffen, der gute Arbeit macht und faul war. Gibt’s nicht. “

„Da draußen sind tatsächlich Leute und die gucken sich das an und
die schreiben darüber und denen gefallen Sachen und denen gefallen Sachen nicht.“

Der österreichische Design-Superstar Stefan Sagmeister arbeitet seit Jahren in New York und hatte mit The Happy Film gerade sein Filmdebüt im Kino. Keenly Preesents hat ihn bei der Premiere in Berlin getroffen. 

Der österreichische Design-Superstar Stefan Sagmeister arbeitet seit Jahren in New York und hatte mit The Happy Film gerade sein Filmdebüt im Kino. Keenly Preesents hat ihn bei der Premiere in Berlin getroffen. 

Der österreichische Design-Superstar Stefan Sagmeister arbeitet seit Jahren in New York und hatte mit The Happy Film gerade sein Filmdebüt im Kino. Keenly Preesents hat ihn bei der Premiere in Berlin getroffen. 

Der österreichische Design-Superstar Stefan Sagmeister arbeitet seit Jahren in New York und hatte mit The Happy Film gerade sein Filmdebüt im Kino. Keenly Preesents hat ihn bei der Premiere in Berlin getroffen. 

Filmemacher Philipp Käßbohrer berichtet im Keenly Preesents Interview davon, wie man ein gelassener Troubleshooter im Job wird.

stefan_sagmeister_05 (0-00-28-11)
DSCF5351_web

Hallo, ich bin der Stefan Sagmeister. Ich bin ein Designer aus Österreich, der in New York lebt und arbeitet. Derzeit aber auf Sabbatical in Mexico City und jetzt gerade in Berlin. 
Wenn’s was gibt, das Ideen braucht, arbeite ich meistens zu Hause eine Zeit lang an dieser Idee. Ich kann praktisch nie länger als zwischen fünf, zehn, fünfzehn Minuten wirklich nachdenken, weil das einfach zu schwer ist. 
Ich bin hier für die Premiere, die jetzt grad stattfindet mit dem Happy Film, den wir jetzt sieben Jahre lang gedreht, geschnitten und fertiggestellt haben. Und ich bin unglaublich froh, dass er fertig ist und jetzt auch gezeigt werden kann. Ein Resultat, das aus dem Machen des Happy Films herausgekommen ist, ist dass meine Hochachtung vor guten Filmen noch um Vieles gestiegen ist.

Erinnerst du dich an dein erstes Erlebnis mit Design?
Ich glaub mein erstes wirklich intensives Erlebnis war mit Plattencovers. Das war dann aber später erst so mit zwölf und dreizehn. Das erste, das ich selber gekauft hab, war ein Cover von Slade, dann ganz stark das King Crimson Cover “In the Court of the Crimson King”, das war so ein stark Schreiender.

Was wolltest du als Kind werden?
Priester! Also ich war Ministrant. Bin in einer sehr katholischen Familie aufgewachsen, also vor allem von der Mutter her. Und war ziemlich – in Vorarlberg hat das geheißen ein Mamale – also der Jüngste, der sehr eng mit der Mutter verbandelt war. Also auch mit 12 noch – zur großen Heiterkeit meiner älteren Brüder – noch nach dem Essen bei der Mama auf dem Schoß sitzen wollte. Und dadurch, dass sie sehr katholisch war, ich glaub das war auch so ein bisschen, um ihr zu gefallen, hab ich sicher bis 8 oder 9 gesagt, ich möchte gern Priester werden.

Wann war dir klar dass du Designer werden willst?
Eigentlich auch relativ früh. Also vom schon erwähnten King Crimson Cover – hab ich dann andere Plattencovers gesehen und das fand ich faszinierend. Und hab dann auch schnell verstanden, dass das ein Beruf ist, dass man das machen kann. Und bin dann ein bisschen später, so mit 15, 16 in ein neues Gymnasium gewechselt, da gab’s ein paar Mitschüler, die bei einer Jugendzeitung mitgearbeitet haben. Das hat mich sehr interessiert. Die Jugendzeitung, Alphorn hieß die, die war auch so aktiv. Die hatten Jazz-Konzerte veranstaltet und irgendwelche Demonstrationen gemacht und ein bisschen Graffiti war auch dabei. Das brauchte immer Gestaltung, also Plakate oder Transparente oder so und das war dann halt ich, weil ich ja eh schon Teile und dann mit der Zeit den Großteil des Magazins gemacht hab. Vor allem die Nebenprodukte, also so die Plakate für irgendwas, auch die Plakate fürs Alphorn selber, waren dann ein bisschen freier und die waren dann auch ein bisschen besser.
Und ich hab mir dann damals eingebildet, das reicht dann schon vielleicht für die Aufnahmeprüfung für die Hochschule für angewandte Kunst, die ich dann mit 18 gemacht hab in Wien – dann auch prompt mit Bomben und Granaten durchgefallen bin. Bin dann ein Jahr lang auf eine ganz kleine Kunstschule gegangen, wo ich aber das Glück hatte, dass eine der Lehrerinnen dort war Assistent auf der Hochschule und die konnte mir Tipps geben, was ich denn trainieren müsste oder lernen müsste, um die Aufnahmeprüfung das nächste Jahr nochmal zu probieren. Und das hab ich dann auch gemacht und beim zweiten Mal hat’s geklappt.

Dein bisher stärkster Moment im Job?
Was mir jetzt gerade einfällt ist ein Moment, wo mich Keith Richards Limousine abgeholt hat und ich nach Los Angeles geflogen bin, um zum ersten Mal die Stones zu treffen, um das Cover zu besprechen. Und das war so fünf oder halb sechs am Nachmittag und der Abflug war von Newark Airport und ich bin in der Limousine gesessen und der Fahrer hatte schon die First Class Tickets und die Sonne ging so über dem Chemienebel von New Jersey unter. Das heißt ein komplett total roter Himmel. Und das war halt so ein Moment, so ein Moment von, und wenn ich den David Byrne zitieren darf: “How did I get here? This is not my beautiful house.”

Dein bisher peinlichster Moment im Job? 
Eines was unglaublich peinlich war, aber es liegt schon lange zurück, mit der Zeit verjährt sich ja doch die Peinlichkeit. Aber ich hab einmal bei einer Werbeagentur in Hongkong gearbeitet und da war die erste Company-Party so unglaublich betrunken, dass sie dann bei der zweiten Company-Party das Management gesagt hat: “Da müssen wir irgendwie ein Programm machen, dass nicht alle Leute sofort in den Swimmingpool fallen, betrunken.”
Und dann musste jede Abteilung mit irgendeiner Idee daherkommen. Und ich glaub Accounting, also das waren meistens Frauen, die hatten die Idee sie wählen den hottesten Mann der Agentur. Und da gab’s dann halt diese Wahl und aus irgendeinem Grund, ich hab keine Ahnung wieso, hab ich gemeint mein Name wurde aufgerufen. Und ich geh auf die Bühne zu, aber es war nicht ich. Und ich musste dann, und das haben alle mitgekriegt, und ich musste dann irgendwo mittendrin umdrehen und so tun, als ob ich das gar nicht so gemacht hätte.
Also auf jeden Fall es war ziemlich grauenhaft. Hat dann eh noch in einer ordentlichen Betrinkerei – also ich war dort nicht der Einzige – geendet.

Ein paar Worte an angehende Designer: 
Da würde ich sagen: Hart arbeiten! Ich hab in meinem Leben noch niemanden getroffen, der gute Arbeit macht – Wurst ob das in der Musik ist, Wurst ob das ein Rockstar ist, Wurst ob’s im Design ist, in der Architektur, im Film – der gut war oder die gut war und faul war. Gibt’s nicht. 
Selbst der Lou Reed, der so den Ruf des Heroinsüchtigen hatte, war unglaublich fleißig und total besessen. Es gibt einfach zu viele gute Leute. Das kommt nicht von ungefähr. Wenn jemand in der Schule ist: So viel ausprobieren wie möglich. Sich überhaupt nicht um einen eigenen Stil kümmern. Das kommt später von selber und ist schwerer wieder loszuwerden, als es ist sich zu erarbeiten. Sondern ich glaub in der Schule geht’s darum, so viele Dinge wie möglich kennenzulernen und sobald man sie kennt, dann wieder weiterzuspringen, wenn das der Persönlichkeit entspricht.

Berlin, Januar 2017

Hallo, ich bin der Stefan Sagmeister. Ich bin ein Designer aus Österreich, der in New York lebt und arbeitet. Derzeit aber auf Sabbatical in Mexico City und jetzt gerade in Berlin. 
Wenn’s was gibt, das Ideen braucht, arbeite ich meistens zu Hause eine Zeit lang an dieser Idee. Ich kann praktisch nie länger als zwischen fünf, zehn, fünfzehn Minuten wirklich nachdenken, weil das einfach zu schwer ist. 
Ich bin hier für die Premiere, die jetzt grad stattfindet mit dem Happy Film, den wir jetzt sieben Jahre lang gedreht, geschnitten und fertiggestellt haben. Und ich bin unglaublich froh, dass er fertig ist und jetzt auch gezeigt werden kann. Ein Resultat, das aus dem Machen des Happy Films herausgekommen ist, ist dass meine Hochachtung vor guten Filmen noch um Vieles gestiegen ist.

Erinnerst du dich an dein erstes Erlebnis mit Design?
Ich glaub mein erstes wirklich intensives Erlebnis war mit Plattencovers. Das war dann aber später erst so mit zwölf und dreizehn. Das erste, das ich selber gekauft hab, war ein Cover von Slade, dann ganz stark das King Crimson Cover “In the Court of the Crimson King”, das war so ein stark Schreiender.

Was wolltest du als Kind werden?
Priester! Also ich war Ministrant. Bin in einer sehr katholischen Familie aufgewachsen, also vor allem von der Mutter her. Und war ziemlich – in Vorarlberg hat das geheißen ein Mamale – also der Jüngste, der sehr eng mit der Mutter verbandelt war. Also auch mit 12 noch – zur großen Heiterkeit meiner älteren Brüder – noch nach dem Essen bei der Mama auf dem Schoß sitzen wollte. Und dadurch, dass sie sehr katholisch war, ich glaub das war auch so ein bisschen, um ihr zu gefallen, hab ich sicher bis 8 oder 9 gesagt, ich möchte gern Priester werden.

Wann war dir klar dass du Designer werden willst?
Eigentlich auch relativ früh. Also vom schon erwähnten King Crimson Cover – hab ich dann andere Plattencovers gesehen und das fand ich faszinierend. Und hab dann auch schnell verstanden, dass das ein Beruf ist, dass man das machen kann. Und bin dann ein bisschen später, so mit 15, 16 in ein neues Gymnasium gewechselt, da gab’s ein paar Mitschüler, die bei einer Jugendzeitung mitgearbeitet haben. Das hat mich sehr interessiert. Die Jugendzeitung, Alphorn hieß die, die war auch so aktiv. Die hatten Jazz-Konzerte veranstaltet und irgendwelche Demonstrationen gemacht und ein bisschen Graffiti war auch dabei. Das brauchte immer Gestaltung, also Plakate oder Transparente oder so und das war dann halt ich, weil ich ja eh schon Teile und dann mit der Zeit den Großteil des Magazins gemacht hab. Vor allem die Nebenprodukte, also so die Plakate für irgendwas, auch die Plakate fürs Alphorn selber, waren dann ein bisschen freier und die waren dann auch ein bisschen besser.
Und ich hab mir dann damals eingebildet, das reicht dann schon vielleicht für die Aufnahmeprüfung für die Hochschule für angewandte Kunst, die ich dann mit 18 gemacht hab in Wien – dann auch prompt mit Bomben und Granaten durchgefallen bin. Bin dann ein Jahr lang auf eine ganz kleine Kunstschule gegangen, wo ich aber das Glück hatte, dass eine der Lehrerinnen dort war Assistent auf der Hochschule und die konnte mir Tipps geben, was ich denn trainieren müsste oder lernen müsste, um die Aufnahmeprüfung das nächste Jahr nochmal zu probieren. Und das hab ich dann auch gemacht und beim zweiten Mal hat’s geklappt.

Dein bisher stärkster Moment im Job?
Was mir jetzt gerade einfällt ist ein Moment, wo mich Keith Richards Limousine abgeholt hat und ich nach Los Angeles geflogen bin, um zum ersten Mal die Stones zu treffen, um das Cover zu besprechen. Und das war so fünf oder halb sechs am Nachmittag und der Abflug war von Newark Airport und ich bin in der Limousine gesessen und der Fahrer hatte schon die First Class Tickets und die Sonne ging so über dem Chemienebel von New Jersey unter. Das heißt ein komplett total roter Himmel. Und das war halt so ein Moment, so ein Moment von, und wenn ich den David Byrne zitieren darf: “How did I get here? This is not my beautiful house.”

Dein bisher peinlichster Moment im Job? 
Eines was unglaublich peinlich war, aber es liegt schon lange zurück, mit der Zeit verjährt sich ja doch die Peinlichkeit. Aber ich hab einmal bei einer Werbeagentur in Hongkong gearbeitet und da war die erste Company-Party so unglaublich betrunken, dass sie dann bei der zweiten Company-Party das Management gesagt hat: “Da müssen wir irgendwie ein Programm machen, dass nicht alle Leute sofort in den Swimmingpool fallen, betrunken.”
Und dann musste jede Abteilung mit irgendeiner Idee daherkommen. Und ich glaub Accounting, also das waren meistens Frauen, die hatten die Idee sie wählen den hottesten Mann der Agentur. Und da gab’s dann halt diese Wahl und aus irgendeinem Grund, ich hab keine Ahnung wieso, hab ich gemeint mein Name wurde aufgerufen. Und ich geh auf die Bühne zu, aber es war nicht ich. Und ich musste dann, und das haben alle mitgekriegt, und ich musste dann irgendwo mittendrin umdrehen und so tun, als ob ich das gar nicht so gemacht hätte.
Also auf jeden Fall es war ziemlich grauenhaft. Hat dann eh noch in einer ordentlichen Betrinkerei – also ich war dort nicht der Einzige – geendet.

Ein paar Worte an angehende Designer: 
Da würde ich sagen: Hart arbeiten! Ich hab in meinem Leben noch niemanden getroffen, der gute Arbeit macht – Wurst ob das in der Musik ist, Wurst ob das ein Rockstar ist, Wurst ob’s im Design ist, in der Architektur, im Film – der gut war oder die gut war und faul war. Gibt’s nicht. 
Selbst der Lou Reed, der so den Ruf des Heroinsüchtigen hatte, war unglaublich fleißig und total besessen. Es gibt einfach zu viele gute Leute. Das kommt nicht von ungefähr. Wenn jemand in der Schule ist: So viel ausprobieren wie möglich. Sich überhaupt nicht um einen eigenen Stil kümmern. Das kommt später von selber und ist schwerer wieder loszuwerden, als es ist sich zu erarbeiten. Sondern ich glaub in der Schule geht’s darum, so viele Dinge wie möglich kennenzulernen und sobald man sie kennt, dann wieder weiterzuspringen, wenn das der Persönlichkeit entspricht.

Berlin, Januar 2017

Hallo, ich bin der Stefan Sagmeister. Ich bin ein Designer aus Österreich, der in New York lebt und arbeitet. Derzeit aber auf Sabbatical in Mexico City und jetzt gerade in Berlin. 
Wenn’s was gibt, das Ideen braucht, arbeite ich meistens zu Hause eine Zeit lang an dieser Idee. Ich kann praktisch nie länger als zwischen fünf, zehn, fünfzehn Minuten wirklich nachdenken, weil das einfach zu schwer ist. 
Ich bin hier für die Premiere, die jetzt grad stattfindet mit dem Happy Film, den wir jetzt sieben Jahre lang gedreht, geschnitten und fertiggestellt haben. Und ich bin unglaublich froh, dass er fertig ist und jetzt auch gezeigt werden kann. Ein Resultat, das aus dem Machen des Happy Films herausgekommen ist, ist dass meine Hochachtung vor guten Filmen noch um Vieles gestiegen ist.

Erinnerst du dich an dein erstes Erlebnis mit Design?
Ich glaub mein erstes wirklich intensives Erlebnis war mit Plattencovers. Das war dann aber später erst so mit zwölf und dreizehn. Das erste, das ich selber gekauft hab, war ein Cover von Slade, dann ganz stark das King Crimson Cover “In the Court of the Crimson King”, das war so ein stark Schreiender.

Was wolltest du als Kind werden?
Priester! Also ich war Ministrant. Bin in einer sehr katholischen Familie aufgewachsen, also vor allem von der Mutter her. Und war ziemlich – in Vorarlberg hat das geheißen ein Mamale – also der Jüngste, der sehr eng mit der Mutter verbandelt war. Also auch mit 12 noch – zur großen Heiterkeit meiner älteren Brüder – noch nach dem Essen bei der Mama auf dem Schoß sitzen wollte. Und dadurch, dass sie sehr katholisch war, ich glaub das war auch so ein bisschen, um ihr zu gefallen, hab ich sicher bis 8 oder 9 gesagt, ich möchte gern Priester werden.

Wann war dir klar dass du Designer werden willst?
Eigentlich auch relativ früh. Also vom schon erwähnten King Crimson Cover – hab ich dann andere Plattencovers gesehen und das fand ich faszinierend. Und hab dann auch schnell verstanden, dass das ein Beruf ist, dass man das machen kann. Und bin dann ein bisschen später, so mit 15, 16 in ein neues Gymnasium gewechselt, da gab’s ein paar Mitschüler, die bei einer Jugendzeitung mitgearbeitet haben. Das hat mich sehr interessiert. Die Jugendzeitung, Alphorn hieß die, die war auch so aktiv. Die hatten Jazz-Konzerte veranstaltet und irgendwelche Demonstrationen gemacht und ein bisschen Graffiti war auch dabei. Das brauchte immer Gestaltung, also Plakate oder Transparente oder so und das war dann halt ich, weil ich ja eh schon Teile und dann mit der Zeit den Großteil des Magazins gemacht hab. Vor allem die Nebenprodukte, also so die Plakate für irgendwas, auch die Plakate fürs Alphorn selber, waren dann ein bisschen freier und die waren dann auch ein bisschen besser.
Und ich hab mir dann damals eingebildet, das reicht dann schon vielleicht für die Aufnahmeprüfung für die Hochschule für angewandte Kunst, die ich dann mit 18 gemacht hab in Wien – dann auch prompt mit Bomben und Granaten durchgefallen bin. Bin dann ein Jahr lang auf eine ganz kleine Kunstschule gegangen, wo ich aber das Glück hatte, dass eine der Lehrerinnen dort war Assistent auf der Hochschule und die konnte mir Tipps geben, was ich denn trainieren müsste oder lernen müsste, um die Aufnahmeprüfung das nächste Jahr nochmal zu probieren. Und das hab ich dann auch gemacht und beim zweiten Mal hat’s geklappt.

Dein bisher stärkster Moment im Job?
Was mir jetzt gerade einfällt ist ein Moment, wo mich Keith Richards Limousine abgeholt hat und ich nach Los Angeles geflogen bin, um zum ersten Mal die Stones zu treffen, um das Cover zu besprechen. Und das war so fünf oder halb sechs am Nachmittag und der Abflug war von Newark Airport und ich bin in der Limousine gesessen und der Fahrer hatte schon die First Class Tickets und die Sonne ging so über dem Chemienebel von New Jersey unter. Das heißt ein komplett total roter Himmel. Und das war halt so ein Moment, so ein Moment von, und wenn ich den David Byrne zitieren darf: “How did I get here? This is not my beautiful house.”

Dein bisher peinlichster Moment im Job? 
Eines was unglaublich peinlich war, aber es liegt schon lange zurück, mit der Zeit verjährt sich ja doch die Peinlichkeit. Aber ich hab einmal bei einer Werbeagentur in Hongkong gearbeitet und da war die erste Company-Party so unglaublich betrunken, dass sie dann bei der zweiten Company-Party das Management gesagt hat: “Da müssen wir irgendwie ein Programm machen, dass nicht alle Leute sofort in den Swimmingpool fallen, betrunken.”
Und dann musste jede Abteilung mit irgendeiner Idee daherkommen. Und ich glaub Accounting, also das waren meistens Frauen, die hatten die Idee sie wählen den hottesten Mann der Agentur. Und da gab’s dann halt diese Wahl und aus irgendeinem Grund, ich hab keine Ahnung wieso, hab ich gemeint mein Name wurde aufgerufen. Und ich geh auf die Bühne zu, aber es war nicht ich. Und ich musste dann, und das haben alle mitgekriegt, und ich musste dann irgendwo mittendrin umdrehen und so tun, als ob ich das gar nicht so gemacht hätte.
Also auf jeden Fall es war ziemlich grauenhaft. Hat dann eh noch in einer ordentlichen Betrinkerei – also ich war dort nicht der Einzige – geendet.

Ein paar Worte an angehende Designer: 
Da würde ich sagen: Hart arbeiten! Ich hab in meinem Leben noch niemanden getroffen, der gute Arbeit macht – Wurst ob das in der Musik ist, Wurst ob das ein Rockstar ist, Wurst ob’s im Design ist, in der Architektur, im Film – der gut war oder die gut war und faul war. Gibt’s nicht. 
Selbst der Lou Reed, der so den Ruf des Heroinsüchtigen hatte, war unglaublich fleißig und total besessen. Es gibt einfach zu viele gute Leute. Das kommt nicht von ungefähr. Wenn jemand in der Schule ist: So viel ausprobieren wie möglich. Sich überhaupt nicht um einen eigenen Stil kümmern. Das kommt später von selber und ist schwerer wieder loszuwerden, als es ist sich zu erarbeiten. Sondern ich glaub in der Schule geht’s darum, so viele Dinge wie möglich kennenzulernen und sobald man sie kennt, dann wieder weiterzuspringen, wenn das der Persönlichkeit entspricht.

Berlin, Januar 2017

Hallo, ich bin der Stefan Sagmeister. Ich bin ein Designer aus Österreich, der in New York lebt und arbeitet. Derzeit aber auf Sabbatical in Mexico City und jetzt gerade in Berlin. 
Wenn’s was gibt, das Ideen braucht, arbeite ich meistens zu Hause eine Zeit lang an dieser Idee. Ich kann praktisch nie länger als zwischen fünf, zehn, fünfzehn Minuten wirklich nachdenken, weil das einfach zu schwer ist. 
Ich bin hier für die Premiere, die jetzt grad stattfindet mit dem Happy Film, den wir jetzt sieben Jahre lang gedreht, geschnitten und fertiggestellt haben. Und ich bin unglaublich froh, dass er fertig ist und jetzt auch gezeigt werden kann. Ein Resultat, das aus dem Machen des Happy Films herausgekommen ist, ist dass meine Hochachtung vor guten Filmen noch um Vieles gestiegen ist.

Erinnerst du dich an dein erstes Erlebnis mit Design?
Ich glaub mein erstes wirklich intensives Erlebnis war mit Plattencovers. Das war dann aber später erst so mit zwölf und dreizehn. Das erste, das ich selber gekauft hab, war ein Cover von Slade, dann ganz stark das King Crimson Cover “In the Court of the Crimson King”, das war so ein stark Schreiender.

Was wolltest du als Kind werden?
Priester! Also ich war Ministrant. Bin in einer sehr katholischen Familie aufgewachsen, also vor allem von der Mutter her. Und war ziemlich – in Vorarlberg hat das geheißen ein Mamale – also der Jüngste, der sehr eng mit der Mutter verbandelt war. Also auch mit 12 noch – zur großen Heiterkeit meiner älteren Brüder – noch nach dem Essen bei der Mama auf dem Schoß sitzen wollte. Und dadurch, dass sie sehr katholisch war, ich glaub das war auch so ein bisschen, um ihr zu gefallen, hab ich sicher bis 8 oder 9 gesagt, ich möchte gern Priester werden.

Wann war dir klar dass du Designer werden willst?
Eigentlich auch relativ früh. Also vom schon erwähnten King Crimson Cover – hab ich dann andere Plattencovers gesehen und das fand ich faszinierend. Und hab dann auch schnell verstanden, dass das ein Beruf ist, dass man das machen kann. Und bin dann ein bisschen später, so mit 15, 16 in ein neues Gymnasium gewechselt, da gab’s ein paar Mitschüler, die bei einer Jugendzeitung mitgearbeitet haben. Das hat mich sehr interessiert. Die Jugendzeitung, Alphorn hieß die, die war auch so aktiv. Die hatten Jazz-Konzerte veranstaltet und irgendwelche Demonstrationen gemacht und ein bisschen Graffiti war auch dabei. Das brauchte immer Gestaltung, also Plakate oder Transparente oder so und das war dann halt ich, weil ich ja eh schon Teile und dann mit der Zeit den Großteil des Magazins gemacht hab. Vor allem die Nebenprodukte, also so die Plakate für irgendwas, auch die Plakate fürs Alphorn selber, waren dann ein bisschen freier und die waren dann auch ein bisschen besser.
Und ich hab mir dann damals eingebildet, das reicht dann schon vielleicht für die Aufnahmeprüfung für die Hochschule für angewandte Kunst, die ich dann mit 18 gemacht hab in Wien – dann auch prompt mit Bomben und Granaten durchgefallen bin. Bin dann ein Jahr lang auf eine ganz kleine Kunstschule gegangen, wo ich aber das Glück hatte, dass eine der Lehrerinnen dort war Assistent auf der Hochschule und die konnte mir Tipps geben, was ich denn trainieren müsste oder lernen müsste, um die Aufnahmeprüfung das nächste Jahr nochmal zu probieren. Und das hab ich dann auch gemacht und beim zweiten Mal hat’s geklappt.

Dein bisher stärkster Moment im Job?
Was mir jetzt gerade einfällt ist ein Moment, wo mich Keith Richards Limousine abgeholt hat und ich nach Los Angeles geflogen bin, um zum ersten Mal die Stones zu treffen, um das Cover zu besprechen. Und das war so fünf oder halb sechs am Nachmittag und der Abflug war von Newark Airport und ich bin in der Limousine gesessen und der Fahrer hatte schon die First Class Tickets und die Sonne ging so über dem Chemienebel von New Jersey unter. Das heißt ein komplett total roter Himmel. Und das war halt so ein Moment, so ein Moment von, und wenn ich den David Byrne zitieren darf: “How did I get here? This is not my beautiful house.”

Dein bisher peinlichster Moment im Job? 
Eines was unglaublich peinlich war, aber es liegt schon lange zurück, mit der Zeit verjährt sich ja doch die Peinlichkeit. Aber ich hab einmal bei einer Werbeagentur in Hongkong gearbeitet und da war die erste Company-Party so unglaublich betrunken, dass sie dann bei der zweiten Company-Party das Management gesagt hat: “Da müssen wir irgendwie ein Programm machen, dass nicht alle Leute sofort in den Swimmingpool fallen, betrunken.”
Und dann musste jede Abteilung mit irgendeiner Idee daherkommen. Und ich glaub Accounting, also das waren meistens Frauen, die hatten die Idee sie wählen den hottesten Mann der Agentur. Und da gab’s dann halt diese Wahl und aus irgendeinem Grund, ich hab keine Ahnung wieso, hab ich gemeint mein Name wurde aufgerufen. Und ich geh auf die Bühne zu, aber es war nicht ich. Und ich musste dann, und das haben alle mitgekriegt, und ich musste dann irgendwo mittendrin umdrehen und so tun, als ob ich das gar nicht so gemacht hätte.
Also auf jeden Fall es war ziemlich grauenhaft. Hat dann eh noch in einer ordentlichen Betrinkerei – also ich war dort nicht der Einzige – geendet.

Ein paar Worte an angehende Designer: 
Da würde ich sagen: Hart arbeiten! Ich hab in meinem Leben noch niemanden getroffen, der gute Arbeit macht – Wurst ob das in der Musik ist, Wurst ob das ein Rockstar ist, Wurst ob’s im Design ist, in der Architektur, im Film – der gut war oder die gut war und faul war. Gibt’s nicht. 
Selbst der Lou Reed, der so den Ruf des Heroinsüchtigen hatte, war unglaublich fleißig und total besessen. Es gibt einfach zu viele gute Leute. Das kommt nicht von ungefähr. Wenn jemand in der Schule ist: So viel ausprobieren wie möglich. Sich überhaupt nicht um einen eigenen Stil kümmern. Das kommt später von selber und ist schwerer wieder loszuwerden, als es ist sich zu erarbeiten. Sondern ich glaub in der Schule geht’s darum, so viele Dinge wie möglich kennenzulernen und sobald man sie kennt, dann wieder weiterzuspringen, wenn das der Persönlichkeit entspricht.

Berlin, Januar 2017

Ja ich bin Philipp Käßbohrer, 33 Jahre alt, lebe in Köln und arbeite in Köln und bin Medienschaffender oder so. Das schließt viele Sachen ein. Wir haben eine Produktionsfirma, die btf. Wir machen Fernsehen, Musikvideos, viel Visuelles, eigentlich relativ offen, Games, alles was es so gibt. Ich selber bin, quasi neben der Tätigkeit als Produzent jetzt inzwischen, hauptsächlich tätig als Autor, Regisseur, Konzepter, Creative Producer – so in diesem Bereich.
Als ich angefangen hab Filme zu machen oder mich damit auseinanderzusetzen, das war so mit 17 ungefähr, war das sehr von der Technik motiviert. Wir hatten irgendwie die Möglichkeiten Sachen auszuprobieren und zu drehen und Kameras zu benutzen. Deswegen hab ich tatsächlich relativ lange erstmal einfach Filme gemacht oder quasi diesen technischen Prozess des Filmemachens irgendwie gelernt und geübt und experimentiert, bevor ich dann angefangen hab mich so emotional und inhaltlich mit Filmen auseinanderzusetzen. Das kam dann erst später an der Kunsthochschule. Dass man sich irgendwie in der ersten Studienwoche auf einmal in ‘nem Raum mit lauter Mitstudenten auf’m Boden wiederfand und irgendwie ein Tier sein musste oder sowas. In einem Schauspiel-Selbsterfahrungs-Kurs. Ich war glaub ich ein Elefant. Und man dann irgendwie so festgestellt hat, was steckt eigentlich dahinter. Was wollen wir erzählen, wie bewegt es uns auch selber, was bewegt uns denn eigentlich selber, warum machen wir einen Film oder ein bestimmtes Werk. Und das ist dann immer wichtiger geworden.
Ja, wir sitzen in meiner Wohnung jetzt hier gerade. Die, was sich auch einfach so ergeben hat, direkt neben der Firma ist. Deswegen sind die Wege kurz und deswegen wird eigentlich ja auch irgendwie so ein bisschen immer gearbeitet.

Dein bisher stärkster Moment im Job?
Also ein glaub ich wichtiger Moment oder so ein Moment für auch mich, aber auch das Team, war glaub ich schon, als wir eben das erste Mal eine Fernsehsendung gemacht hatten. Das war die erste Folge Roche und Böhmermann und die dann ausgestrahlt wurde bei zdfkultur und wir uns alle so in Köln in so ‘nem Café zusammengesetzt haben, um diese Folge zu gucken. Und alles natürlich noch aus so ‘nem bisschen grün hinter den Ohren. Man macht das zum ersten Mal und man hat dann so ein Werk und das wird dann gezeigt. Aber man kannte von früher immer nur, dass das dann halt wahrgenommen wird, aber nicht großartig kommentiert.
Da war’s dann tatsächlich so, dass wir dann da alle zusammensaßen und alle hatten das Handy in der Hand, weil es hieß man würde da eventuell dazu twittern und so. Und man dann auf einmal feststellte: Da draußen sind tatsächlich Leute und die gucken sich das an und die schreiben darüber und denen gefallen Sachen und denen gefallen Sachen nicht. Und die diskutieren, ob bestimmte Elemente und Inhalte sinnvoll sind oder nicht und so. Und das war schon ein extrem starker Moment und ein sehr prägendes Erlebnis, dass man überhaupt mal mit Publikum in Verbindung gekommen ist. Davor war alles, was wir gemacht haben, irgendwie für uns. Und man hat irgendwie die Daumen gedrückt, dass man auf nem Festival läuft.


Dein schlimmstes Erlebnis im Job?
Also ich glaube das peinlichste Erlebnis jemals war tatsächlich, dass ich, das war so Mitte des Studiums, da haben wir einen Kurzfilm gedreht. Wir hatten davor aber einen Job gemacht und es gab mit der Abgabe Komplikationen und alles wurde mega anstrengend. Man musste extrem viel telefonieren und die Zeitplanung ging überhaupt nicht mehr auf und irgendjemand war mit irgendwas unglücklich und man musste troubleshooten. Ich hatte einfach überhaupt keine Zeit mich vorzubereiten auf diesen Kurzfilm. Und dann haben das komplette Casting und alles, Auswahl der Schauspieler und so, haben alles der Kameramann und der Regieassistent gemacht. Dann kam ich an das Set und ich wusste nichts. Ich kannte keinen Schauspieler, ich kannte keine Namen, ich kannte die Gesichter nicht. Ich bin dann durch drei sehr lange Tage gegangen, getragen von dem Regieassistenten, der mir immer zugeflüstert hat: “Der heißt übrigens soundso.” Ein vorbereiteter Schimpanse ist besser, als ein Regisseur, der unvorbereitet ans Set geht. Das war absolut schrecklich und ein sehr ungutes Gefühl. Also wenn man keine Zeit dafür hat, sich irgendwie im Vorfeld damit auseinanderzusetzen und gute Ideen zu haben, dann bringt das auch nichts, wenn man vor Ort irgendwie laut sein kann und entertainy und den Leuten irgendwie gut zureden. Vorbereitung ist dann einfach mehr wert.

Gibt es beruflich etwas, an dem du fast verzweifelt wärst?
Ach ja, das ist natürlich, bei so nem Beruf der quasi im Prinzip eine Form von professionellem Troubleshooting ist, gibt es diese Momente eigentlich ständig. Irgendwo steht ein Projekt auf einmal auf der Kippe und es klappt irgendwie doch nicht und da steht ein ganzes Team, aber irgendwas funktioniert nicht. Dann verzweifelt man fast. Ich glaube, diese Momente sind eigentlich ständig da. Was sich verändert hat über die Jahre ist, dass man eben gemerkt hat, dass diese Momente ständig da sind. Und dass das auch nicht so schlimm ist und dass man das auch immer irgendwie hinbekommen hat. Deswegen wird man da entspannter. Also selbst, wenn das mal richtig große Brocken sind.

Ein paar Worte an angehende Designer: 
Ja, keine Ahnung. Also das einzige, was man ja so mitgeben kann, was man jetzt so irgendwie über die letzten Jahre gelernt hat, was sicherlich kein Geheimrezept ist, ist: einfach machen. Also das ist so das, was wir immer feststellen. Es ist immer sinnvoller etwas zu machen, als es nicht zu machen.

Köln, November 2016

weitere Inspirationen

Holger JungnickelKameramann

Zoran BihacFilmemacher

Susi SieFilmemacherin

Fons HickmannGestalter & Autor

Sönke KirchhoffFilmemacher

Pia DjukicFilmemacherin

Eike KönigGestalter

Henriette RietzVisual Storytellerin & Designerin

Philipp KässbohrerFilmemacher

Bradley G. MunkowitzDesigner & Director

44FLAVOURSKünstler

Uwe FladeRegisseur

Prof. Sonja UmstätterFilmemacherin

Robert LöbelIllustrator & Animator

Conrad OstwaldAnimator & Compositor

Thorsten Konradfreier Director & Creative Director

Lars KrügerAnimator & Co-Founder Lumatic

Pauline KortmannDirectorin & Animatorin

Maria GiemzaIllustratorin

Mate SteinforthCreative Director

Mette Ilene HolmriisIllustratorin & Animatorin

Sofia BavasRegisseurin & Filmemacherin

Jens BlankDirector & Designer

Larissa HonsekKreativdirektorin

Prof. Christian MahlerProfessor für Motion Design

Andreas FischerKünstler

Erik SpiekermannGestalter

Chris SmallfieldVFX Supervisor & 3D Generalist

Ronny Schmidt3D Artist & Designer

Bastian WieneckeIllustrator & Designer

Sebastian von GumpertHead of Production

Mario Lucio ClementCreative Producer

Johannes FiglhuberConcept Designer

Chehad AbdallahDirector & Graphic Designer

Daniel Rath3D Generalist

TwoPointsDesigner

Christian BüningInformationsgestalter

Hassan HaiderArt Director & Designer

Florian SchommerIllustrator

Andreas HofstetterJunior Creative & Filmemacher

Vi-Dan TranRegisseur & Stuntman

Cris WiegandtStop-Motion Animatorin

Dominic RepenningDesigner & Regisseur

Kay TennemannAnimation Director & Designer

Dante ZaballaAnimator

Tammo F. BrunsDesigner & Geschäftsführer

FOREALDesigner

Tobias WüstefeldIllustrator & AnimatorTobias Wüstefeld

Sander van DijkDesigner & Animator

Susann Stötzner2D-Animatorin

JR CanestAnimator & Creative Director

Alexander GellnerZeichner & Filmemacher

René EckertFilmemacher & Fotograf

BrosmindIllustratoren & Künstler

Bazon BrockKünstler & Kulturkritiker

Mario GorniokArt Director, Motion Designer & Founder KEENLY

From FormDesigner & Filmmacher

(c) 2015–2018 Keenly GmbH